Mein "Traurig sein"-Soundtrack

zurzeit nicht bei KiKA,

letzte Ausstrahlung am 01.12.2019

Playlist

Mein "Traurig sein"-Soundtrack

von Simon, der Charmebolzen am 11.11.2016


Wenn ich traurig bin, dann wälze ich mich so richtig in diesem Gefühl. Da will ich keinen sehen, keinen hören, mit keinem reden.

Handy stumm! Türen zu! nach oben

Zuerst stelle ich mein Handy stumm. Nicht, dass mich noch jemand anruft und mir erklärt, dass alles doch gar nicht so schlimm ist, wie ich denke. Danach mach ich alle Türen hinter mir zu, damit am Ende nicht noch jemand reinkommt und mich zum Lachen bringen will. Ich habe ein Recht darauf, traurig zu sein und das nutze ich auch voll aus!

Musik an! Kopf aus! nach oben

Wenn ich dann meine Ruhe habe, krame ich die traurigste Musik ‘ever‘ aus den Tiefen meines Computers. Weil: Wenn heulen und traurig sein, dann auch mit Schwung. Diese Phase, in der ich mich komplett zurückziehe, dauert meist drei Tage. Danach traue ich mich dann auch wieder raus.

Unter Menschen gehen? No Way! nach oben

Wovon ich mich fernhalte? Der Stadt. Viel zu viele Menschen. Ich gehe lieber spazieren, bis ich die Bäume und Felder einfach nicht mehr sehen kann. Wenn ich damit fertig bin, überlege ich mir, wie ich am besten weiter traurig sein kann. Doch meistens geht es mir auf einmal wieder besser. Ich bin sehr gut darin, Dinge mit mir alleine auszumachen. Es gibt bei mir aber auch Situationen, in denen ich einfach jemanden zum Reden brauchte.

Hey, ich brauch dich mal! nach oben

Dann stand ich meistens bei meinem besten Freund vor der Tür und klingelte oder erklärte meiner Mutter haarklein bei einer Tasse Tee, warum die Welt so schrecklich ist. Danach war eigentlich auch alles nur noch halb so schlimm, denn die Traurigkeit mit jemanden zu teilen ist nicht die dümmste Idee. Mir hat das auf jeden Fall immer geholfen.

Und wenn bei mir dann irgendwann die Traurigkeit verflogen ist, kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern, jemals traurig gewesen zu sein. Schräg, oder? Dann schüttelt zwar mein bester Freund oder meine Mutter immer den Kopf. Aber sie freuen sich, dass ich wieder lachen kann. Und so bin ich dann für lange Zeit zufrieden und glücklich, bis irgendwann das ganze Spiel wieder von vorne beginnt. Ach, das Leben ist schon schön verrückt, oder?

Simon, der Charmebolzen Wäre Simon ein Blockbuster, würde es krachen und scheppern und die Fetzen würden fliegen. Aber Simon war kein Film. Simon war unser KUMMERKASTEN-Host. Da hat's ganz anders im Karton gerappelt! Er wird uns fehlen.