Schüchtern – na und?!

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Schüchtern – na und?!

Sabine Marx: "Fast jeder Mensch hat schon mal das Gefühl von Schüchternheit erlebt. Es tritt vor allem auf in Situationen, die uns fremd sind und uns verunsichern. Hinter der Schüchternheit steckt die Angst, Fehler zu machen und von anderen kritisiert zu werden."

Scheues Reh?! | Rechte: Anne C. Brantin
Scheues Reh?!

Schüchternheit bei Kindern: "Manche Kinder neigen von ihrem Temperament mehr zu schüchternem Verhalten als andere. Wenn etwas Neues auf sie zukommt, reagieren sie erst einmal zurückhaltend und beobachtend. Das ist vollkommen in Ordnung und eine normale Art und Weise, mit Unbekanntem umzugehen."

Sabine Marx

Was können Eltern tun? nach oben

Sabine Marx gibt Tipps

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es so lieben, wie es ist. Thematisieren oder sogar kritisieren Sie das schüchterne Verhalten Ihres Kindes nicht ständig.
Akzeptieren Sie das Tempo Ihres Kindes, dass es zur Eingewöhnung oder zum Ankommen braucht. Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Zeit, sich auf unbekannte Situationen einzustellen. Hilfreich kann sein, diese vorab mit ihm durchzusprechen. Üben Sie keinen Druck aus oder reagieren ungeduldig und ungehalten in der konkreten Situation.
Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf das, was Ihr Kind gut kann. Erinnern Sie es an tolle Erfolge und eigene Leistungen. Fördern Sie Hobbys, die ihm Spaß machen.
Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass Sie auf seine Talente und Fähigkeiten vertrauen. Es braucht Ihre Zuversicht und Ermutigung, was jedoch nicht bedeutet, dass Sie ihm alles abnehmen. Jede gemeisterte Herausforderung stärkt das Selbstwertgefühl und gibt Mut, sich trotz Schüchternheit immer wieder auf Neues einzulassen.

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Hey, Sabine | Rechte: KiKA | Sabine MArx

Die Expertin

Sabine Marx

Sabine Marx ist die Beraterin des KUMMERKASTEN-Teams. Sie ist Leiterin der Diakonie eMail-Beratung für Kinder und Jugendliche und gibt auf den Erwachsenenseiten regelmäßig Tipps zu den Themen.

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Mehr als schüchtern

Sabine informiert

Soziale Phobie

"Von einer sozialen Phobie spricht man, in Abgrenzung zur Schüchternheit, wenn eine psychische Störung vorliegt, die Betroffene in ihrem Alltag massiv belastet und einschränkt."