Eltern sind die größten Vorbilder

Medienerziehung

Eltern sind die größten Vorbilder

Sie telefonieren, recherchieren, shoppen und vernetzen sich online oder tauchen ab in animierte Fantasiewelten? Der Alltag junger Eltern ist ohne die Angebotsbreite elektronischer Medien kaum noch denkbar. Sie planen, organisieren, bewältigen und genießen letztlich auch mit Hilfe der Medien ihren Alltag.

Dabei färbt das eigene Umgehen mit Medien auch auf die Kleinen ab. Die Fragen, die junge Eltern dazu bewegen, sind immer wieder die gleichen: Welche Geräte dürfen die Kinder schon nutzen, wofür am besten und wie lange. Doch schnelle Ratschläge sind nicht immer hilfreich. Dass wir als Erwachsene Vorbild sind, sollte uns immer wieder bewusst werden.

Sie sind das Modell, an dem Ihr Kind lernt nach oben

Klein- und Vorschulkinder nutzen ihre Eltern und älteren Geschwister unmittelbar als Modell. An deren Verhalten, an deren Haltungen und Wertungen gegenüber Medien orientieren sie sich im Laufe ihrer Entwicklung zunehmend, übernehmen diese als erste Richtlinien und erkennen sie als Lebenswirklichkeiten an.

Struktur und Inhalt als Maßstab für später

Dabei kommt es nicht nur darauf an, welche Medien Sie als Eltern nutzen, sondern was Sie damit tun. Auch, wie viel Zeit Sie vor und mit den elektronischen Medien verbringen, ist Orientierung für die Kinder: Läuft der Fernseher eine halbe Stunde, zwei oder drei? Schauen Sie als Familie lieber Soaps, Quiz- oder Informationssendungen? Ist Laptop oder Tablet Hilfestellung oder eher Zeitvertreib?

Gute oder strenge Worte, Regeln oder Verweigern von Medienzugängen bringen nur den gewünschten Erziehungserfolg, wenn Ihr Erziehungsanliegen von Ihren eigenen Vorlieben und Praktiken nicht zu sehr entfernt liegt.

Worauf sollten Sie achten? nach oben

  • Egal, wie und wofür Sie Medien in Ihrer Familie nutzen: Wichtig ist, sich selbst zu beobachten und sich bewusst zu machen, dass das eigene Tun Vorbildwirkung hat.

  • Sobald Ihr Kind selbst den Wunsch hat, Medien bewusst zu nutzen, tun Sie das gemeinsam, begleiten und unterstützen Sie es. Nutzen Sie das Medium ruhig, so lange Ihr Kind die Aufmerksamkeit dafür hat.

  • Tauschen Sie sich mit Ihrem Kind aus. Zum Beispiel darüber, was Ihrem Kind und Ihnen dabei gerade Spaß macht, was im Moment passiert. Anschließend können Sie kurz Rückschau halten, was gut war oder was unbefriedigend.

Ein Kind, was frühzeitig erlernt, sowohl über Ihre Medienerlebnisse als auch über seine eigenen Erfahrungen und Errungenschaften zu reden, ist für die Zukunft gut gewappnet. Es lernt bewusst wahrzunehmen und kritisch zu betrachten. Auch seine zukünftigen Nutzungswünsche lehnen an diese positiven Erfahrungen an.

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