Programmschwerpunkt 2020

Magische Freundschaften – Das Hexenwochenende

40 Jahre Bibi Blocksberg: KiKA und ZDF feiern gemeinsam vom 30. Oktober bis 1. November ein Hexen-Wochenende. Kleine und große Hexen-Fans kommen dabei voll auf ihre Kosten.
So faszinierend wie Hexen in Filmen und Märchen sind, können sie Kindern aber auch Angst machen. Wir geben Tipps, wie Sie Ihrem Kind bei der Bewältigung von Ängsten helfen können.

Das Programm am Hexenwochenende nach oben

Unter dem Motto „Magische Freundschaften“ können sich Fans von Hexen und magischen Geschichten auf das Halloween-Special von „Bibi Blocksberg“, das Finale der vierten Staffel von „Eine lausige Hexe“ sowie die Premiere der Spielfilmkomödie „Meine teuflisch gute Freundin“ freuen. Weitere Highlights sind die vier „Bibi & Tina“-Realfilme und ausgewählte Folgen von „Bibi Blocksberg“ und „Bibi und Tina“.

Die Serien

Eine lausige Hexe (empfohlen ab 8 Jahren)

Die liebenswerte Mildred Hoppelt ist eine lausige Hexe. Sie ist die schlechteste Schülerin auf der Schule für junge Hexen. Zum Hexen-Wochenende zeigen wir bei KiKA das Finale der 4. Staffel.

Bibi und Tina (empfohlen ab 6 Jahren)

Bibi und Tina reiten auf ihren Pferden Amadeus und Sabrina und erleben zusammen jede Menge Abenteuer auf dem Martinshof.

Bibi Blocksberg (empfohlen ab 6 Jahren)

Um einen schnellen Hexspruch ist Bibi nie verlegen. Doch weil sie das Hexen noch lernen muss, kommt es immer mal wieder zu Pannen.

Die Filme

Faszination Hexen nach oben

Der vermeintliche Zauberspruch "hocus, pocus, fidibus" ist eine Neuschöpfung des 17. Jahr-hunderts. Die lateinisch klingenden Worte haben keinerlei Bedeutung.

Sie reiten auf Besen, treffen sich in der Walpurgisnacht zum Hexentanz auf dem Blocksberg, machen mit dem Teufel gemeinsame Sache und können mit ihrer Zauberkraft allerhand anrichten: Hexen! Faszinierend und gruselig zugleich. Doch warum ist das eigentlich so?

Ein uralter Glaube, Hexen könnten mit ihrem Zauber Schaden anrichten, zieht sich durch alle Kulturkreise und Zeiten. Die Angst vor dunklen oder bösen Mächten und damit auch vor unheilbringender Zauberei findet sich in Schriften von Gelehrten, uralten Sagen, Geschichten, Gedichten und Märchen. Immer wieder wird beschrieben, wie Hexen oder Zauberer Unheil in die Welt bringen und zum Beispiel durch magische Sprüche, Flüche oder gar dem bösen Blick andere Menschen negativ beeinflussen.

Hexen in Märchen

Hexen, wie wir sie aus vielen Märchen der Brüder Grimm kennen, können Kindern Angst machen: sie sind hässlich, böse und gemein. Kinder begegnen Hexen häufig das erste Mal, wenn sie ein Märchen vorgelesen bekommen. Das in diesem Zusammenhang in Deutschland wohl bekannteste Märchen ist "Hänsel und Gretel" und die Geschichte ist gruselig: Eine Hexe lockt zwei Kinder, die von den Eltern im Wald ausgesetzt wurden, in ihr Haus mit dem Ziel, sie zu mästen und zu essen.

Kindliche Ängste nach oben

Für Kinder scheint besonders zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr alles möglich zu sein: Monster, Geister, Gespenster und ähnliche Fantasiegestalten spielen im Alltag eine Rolle. In der kindlichen Vorstellung ist es absolut realistisch, dass die böse Hexe oder der böse Wolf aus dem Märchen tatsächlich irgendwo in der Dunkelheit des nächtlichen Kinderzimmers lauern. Hier hilft es Kindern, nicht allein zu sein und Sie als Eltern in der Nähe zu wissen.

Helfen Sie Ihrem Kind, mit den Ängsten fertig zu werden!

Wenn Kinder Angst haben und die Nähe der Eltern suchen, dann geschieht dies nicht, um ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen. Vielmehr sind Kinder in Momenten der Angst fest davon überzeugt, dass tatsächliche Gefahren auf sie lauern. Im Grundschulalter nehmen die Ängste vor Fantasiegestalten dann in der Regel wieder ab.

  • Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes ernst und sprechen Sie mit ihm darüber.
  • Nehmen Sie sich Zeit und zeigen Sie Verständnis.
  • Machen Sie sich nicht über die Ängste Ihres Kindes lustig.
  • Vermeiden Sie Aussagen wie „Du brauchst doch keine Angst zu haben.“ oder „Das bildest du dir nur ein, da ist doch gar nichts.“
  • Geben Sie Ihrem Kind das sichere Gefühl, dass Sie im Notfall in der Nähe sind.
  • Loben Sie Ihr Kind für mutiges Verhalten.
  • Lassen Sie sich nicht von der Angst anstecken. Bleiben Sie gelassen.

Böse Hexe? Gute Hexe!

Als Kinderschreck hat die tradierte, böse Hexe bis weit ins 20. Jahrundert effektive Erziehungsarbeit geleistet. So konnten Eltern mit Bezug darauf zu ihren Kindern sagen: Geh' nicht in den Wald, sprich nicht mit Fremden, fass das nicht an, nimm das nicht in den Mund und, wenn es Dunkel wird, bist du wieder zu Hause. Erst in der Neuzeit ist aus der vermeintlich bösen Hexe eine gute Hexe geworden. Bestes Beispiel: Bibi Blocksberg.

40 Jahre Bibi Blocksberg nach oben

Bibi Blocksberg erlebt jede Menge Abenteuer. | Rechte: ZDF/KIDDINX Studios GmbH
Bibi Blocksberg Bibi Blocksberg erlebt jede Menge Abenteuer.

Bibi Blocksberg, eigentlich ewige 13, feierte am 4. August ihren 40. Geburtstag. Die kleine, freche Hexe wurde 1980 von Elfie Donnelly erfunden.

Bibi Blocksberg ist 13 Jahre alt und wohnt mit ihren Eltern Barbara und Bernhard Blocksberg und ihrem jüngeren Bruder Boris in einem Einfamilienhaus im kleinen Örtchen Gersthof bei Neustadt. Immer wieder erlebt sie spannende Abenteuer. Dank ihres Einfallsreichtums und ihrer Hexenkünste gibt es stets ein Happy End – manchmal auch mit Unterstützung ihrer Mutter Barbara.

Eine Erfolgsgeschichte

Seit 40 Jahren begeistert Bibi Blocksberg Groß und Klein. Generationen von Kindern sind mit den Abenteuern der kleinen, frechen Hexe aufgewachsen. Bibi ist in vielen Kinderzimmern präsent und viele Erwachsene schwelgen in nostalgischen Erinnerungen, kennen Sie doch die Geschichten von Bibi Blocksberg aus eigenen Kindertagen.

Die Hexe Bibi Blocksberg wurde 1980 erfunden. Zuerst als Hörspielserie unter dem Namen "Eene meene Hexerei" veröffentlicht, wurde die Serie bereits nach sieben Folgen in "Bibi Blocksberg" umbenannt. Ab 1997 entstanden die ersten Zeichentrickfilme mit Bibi Blocksberg. "Bibi und Tina" wurde als Ableger der Serie "Bibi Blocksberg" im Jahr 2004 erstmals im ZDF ausgestrahlt. 2014 kam schließlich die erste Realverfilmung von "Bibi & Tina" in die Kinos. Es sollten drei weitere folgen.

Bibi Blocksberg | Rechte: ZDF/KIDDINX Studios GmbH

Bibi Blocksberg

Wussten Sie schon...?

o Elfie Donnelly ist die Erfinderin von Bibi Blocksberg.
o Am 4. August 1980 erschien die erste Bibi Blocksberg Hörspielfolge „Hexen gibt es doch“.
o Seit der ersten Folge leiht die Sprecherin Susanna Bonaséwicz Bibi ihre Stimme.
o Wo ist eigentlich Boris Blocksberg? Bis heute wird gerätselt, was aus Bibis Bruder geworden ist. Er hat einen starken Husten und reist in der siebten Folge zu den Großeltern an die Nordsee. Von dort kehrt er nie wieder zurück.

Kinderfreundschaften nach oben

Bibi und Tina sind beste Freundinnen. Hat Ihr Kind auch schon einen besten Freund oder eine beste Freundin? Oder ist es vielleicht noch auf der Suche?

Freundschaften sind für Kinder ein wichtiger Entwicklungsraum, der es ihnen erlaubt, ihre eigene selbstbezogene Sichtweise zu erweitern und Kompromisse mit anderen einzugehen. Freundschaften geben Halt und Orientierung und helfen Kindern, eigenständige Menschen zu werden, die mit anderen Personen umgehen können. In Freundschaften werden dabei Grenzen, Kompromissbereitschaft, Problemlösefähigkeiten, Eigenständigkeit und der Umgang mit Gefühlen erprobt, aber auch ein realistisches und positives Selbstbild und Selbstwertgefühl entwickelt.

Die ersten Freundschaften schließen Kinder meist mit etwa 3 Jahren. Das sind Freundschaften, die schnell und willkürlich entstehen. Ein Freund oder eine Freundin ist, wer mit ihnen spielt, Spielsachen oder Süßigkeiten teilt oder vielleicht einen gemeinsamen Wunsch mit ihnen durchsetzt. Vor allem aber soll der Freund oder die Freundin nett und ein guter Spielpartner sein.

Im Grundschulalter sind Freundschaften unter Kindern oftmals geprägt von einer egoistischen Motivation, die der eigenen Bedürfnisbefriedigung dient. Wer mit ihnen genau das spielt was sie möchten, ist ein Freund oder eine Freundin. Ab einem Alter von ungefähr 10 Jahren bekommt die Solidarität unter Freunden einen höheren Stellenwert. Es wird immer wichtiger, sich gegenseitig zu unterstützen – auch ohne Gegenleistung. Ein Freund oder eine Freundin muss vertrauenswürdig sein und Geheimnisse für sich behalten können. Auch der Charakter des Freundes oder der Freundin gewinnt mit fortschreitendem Alter zunehmend an Bedeutung.

Unterstützen Sie Ihr Kind!

Kinder sind unterschiedlich. Während die einen offen und fröhlich, ohne Hemmungen und Vorbehalte Freundschaften schließen, fällt es anderen Kinder sichtlich schwerer. Sie sind zurückhaltend, vielleicht auch ängstlich und wissen nicht so Recht wie sie auf andere Kinder zugehen sollen. Hefen Sie Ihrem Kind dabei! Mit diesen Hilfestellungen, findet Ihr Kind bestimmt schon bald einen Freund oder eine Freundin.

  • Nehmen Sie Ihr Kind und seine Ängste oder Vorbehalte ernst.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, auf andere Kinder zuzugehen und loben Sie es für positives Verhalten. Unterstützen Sie es beim ersten Schritt, indem Sie zum Beispiel gemeinsam hin gehen.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie Spielverabredungen mit anderen Eltern vereinbaren. Gehen Sie dabei auf die Wünsche Ihres Kindes ein und treffen die Wahl nicht alleine.
  • Akzeptieren Sie, wenn der Freund oder die Freundin Ihres Kindes nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Lernen Sie das Kind näher kennen, um eventuelle Vorurteile abzubauen.

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Stand: 23.10.2020, 15:23 Uhr