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FÜR ERWACHSENE

Privat soll privat bleiben, auch im Internet!

Nächste Folge am 20.10.2019

um 20:00 Uhr

Privat soll privat bleiben, auch im Internet!

Jeder möchte selbst bestimmen, was andere über ihn erfahren. Im Internet ist das schwierig. Alle Daten, die wir dort preis geben, werden in Netzwerken gesammelt. Wie kann auch im Internet die Privatsphäre geschützt werden?

Junge vorm PC | Rechte: Colourbox.de

Was ist Privatsphäre?

Privatsphäre lässt sich so erklären: Stell dir vor, du bist in einen Jungen oder in ein Mädchen verliebt. Du möchtest mit deinem besten Freund oder deiner besten Freundin am Telefon darüber sprechen, aber sonst soll das niemand mitbekommen. Das gehört zu deiner Privatsphäre.

Du achtest natürlich darauf, dass keiner dein Tagebuch lesen kann, du hast sicher mit deinen Eltern eine Abmachung getroffen, dass sie anklopfen, bevor sie in dein Zimmer kommen. Es gäbe noch viele Beispiele. Im Internet sieht es mit Privatsphäre allerdings oft anders aus: Wir geben selbst ständig eine Menge von uns preis.

Wunschkind Clara | Rechte: KiKA
Clara Das ist Clara.

Das Internet und die Möglichkeit, miteinander vernetzt zu sein, sind toll, aber es gibt auch Momente, in denen ich einfach meine Ruhe haben möchte. Dann will ich mir sicher sein, dass mich keiner beobachtet oder mitbekommt, was ich tue, indem er meine Mails liest oder meine Daten sehen kann.

Clara

Deine Daten

Soziale Netzwerke sammeln unsere Daten. Wen wir kennen, was wir machen, was wir gut finden und kaufen, wohin wir reisen – alles liegt offen und ergibt ein Bild von uns. Es wird immer schwieriger, selbst zu bestimmen, wie dieses Bild genau aussieht.

Ein anderes Beispiel: Willst du dir eine App auf dein Smartphone laden, muss du im Gegenzug den Zugriff auf alle möglichen privaten Daten zulassen. Es gibt viele solcher Informationen, die zur Privatsphäre gehören.

Auch in der Politik, in der Wirtschaft, bei Jobs und so weiter. Deshalb ist es wichtig, dass du weißt, welche Informationen, Fotos und hochgeladene Filme wo gesammelt werden und dass diese Daten ewig im Netz stehen und ein bestimmtes Bild von dir vermitteln. Im schlimmsten Fall Informationen, Bilder oder Filme, die du eigentlich nicht mit allen teilen möchtest.

Löschen deiner Daten

Wenn deine persönlichen Daten wieder aus dem Netz gelöscht werden sollen, kannst du den Service von DEIN GUTER RUF.DE nutzen. Felix hat diese Agentur besucht und checkt gemeinsam mit Christian Keppel seine Einträge im Internet. Befinden sich falsche Informationen, Partyfotos, manipulierte Fotos oder andere Daten von dir im Netz wendet sich DEIN GUTER RUF.DE direkt an den Betreiber der Website und bespricht mit ihm die Löschung der Einträge.

Es kann aber drei bis vier Wochen dauern bis Texte, Bilder, Videos, Foreneinträge oder Adressbucheinträge gelöscht werden. Die Anfragen an Dienste wie DEIN GUTER RUF.DE nehmen stetig zu. Mobbing und verletzte Privatsphäre im Netz sind ein Problem, bei dem der einzelne Nutzer meist hilflos dasteht. Hoffung bringt das neue "Recht auf Vergessen"im Internet. Es besagt, dass Suchmaschinenbetreiber wie Google auf Antrag persönliche Informationen aus den Suchergebnissen löschen müssen.

Wusstest du schon?

zwei Kinder sitzen vor einem Laptop im Garten | Rechte: colourbox.com

Laut einer Umfrage halten 90 Prozent der 20 Millionen Deutschen Facebook-Nutzer den Umgang mit ihren persönlichen Daten für problematisch – trotzdem sind alle dabei. Das ist doch irgendwie schräg, oder?!

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