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FÜR ERWACHSENE

Artenschutz für ökologische Vielfalt

Nächste Folge am 22.09.2019

um 20:00 Uhr

ERDE AN ZUKUNFT

Artenschutz für ökologische Vielfalt

In den letzten 40 Jahren haben sich die Bestände vieler Tierarten mehr als halbiert, manche sind akut vom endgültigen Verschwinden bedroht und laut der UN sterben jeden Tag 130 Tier- und Pflanzenarten aus. Felix bringt in Erfahrung, woran das liegt und was wir dagegen tun können.

Felix steht andächtig an einem Grab. | Rechte: KiKA
Das ist Max. | Rechte: KiKA
Das ist Max. Max wünscht sich, dass das Aussterben der Tiere endlich ein Ende hat.

Ich bin ein großer Tierfreund und ich fände es schön, wenn die bedrohten Tiere in Deutschland besser leben könnten. Ich finde es sehr schade, dass so viele Tiere aussterben. Tiere sollte man unbedingt schützen! Sie gehören in unsere Natur und dürfen einfach nicht fehlen.

Max

Warum sterben Tierarten aus?

Ob Dinosaurier oder Mammuts, schon vor vielen tausend Jahren starben Tierarten aus. Früher waren häufig Naturkatastrophen die Ursache, heutzutage sind wir Menschen der Hauptgrund für das dramatische  Artensterben. Die Lebensräume der Tiere und Pflanzen werden immer kleiner oder sogar völlig zerstört. Wir Menschen werden immer mehr, wir bauen immer größere Städte, mehr Verkehrswege und benötigten mehr Nahrungsmittel. Die Tiere finden nicht mehr genug Nahrung und keine sicheren Schutzräume mehr, in denen sie leben und sich fortpflanzen können.

Vom Aussterben bedrohte Tierarten in Deutschland

Mehr als 7000 Tierarten gelten in Deutschland als bedroht. Säugetiere wie der Fischotter, Reptilien wie der Alpensalamander, Vögel wie das Birkhuhn oder der Feldhamster.

Felix auf Feldhamstersuche

Früher war er der meistgesehene Nager Deutschlands. Heute droht er auszusterben. Weil der Feldhamster ein seltenes Exemplar auf unseren Feldern geworden ist, besucht Felix den Feldhamsterforscher Tobias Erik Reiners. Er züchtet Feldhamster. Die Hamster siedelt er in Gebieten, in denen sie bereits ausgestorben, wieder an. Im Frühling möchte Tobias wissen, wie viele Feldhamster den Winterschlaf auf dem Feld überlebt haben. Mit seinem GPS-Gerät kann er jeden Hamsterbau wiederfinden und überprüfen, ob die Feldhamster schon aktiv sind. Die kleinen Hamster trauen sich erst an die frische Luft und suchen nach Futter, wenn das Getreide hoch genug ist. Ein Grund, warum die Feldhamster aussterben ist, dass das Getreide auf den Feldern immer schneller geerntet wird. Die Hamster verlieren zu schnell ihren natürlichen Schutzraum und das überlebenswichtige Futter.


Felix und Tobias machen Halt an einem Bau, wo das Tier schon aus seinem Winterschlaf erwacht ist. Weil die Tiere nachtaktiv sind, hat der Feldhamsterforscher Tobias eine Haarfalle und eine Kamera mit Bewegungsmelder an dem Bau installiert. So kann er später durch die Haarproben untersuchen um welches Tier es sich handelt. Tobias´ Ziel ist es, möglichst viele Proben zu sammeln, um wirklich sicher sein zu können wie es um die Hamster steht.

Felix ist dabei, wie Tobias im Labor aus den Haaren die DNA (Erbinformation des Hamsters) der Haarprobe bestimmt. So kann er herausfinden, ob er den Hamster kennt. Mit Hilfe der Untersuchung stellt er fest, dass es sich um ein Weibchen handelt, was schon letztes Jahr in dem gleichen Bau gelebt und überwintert hat. Tobias und seine Kollegen haben bestimmte Schutzmaßnahmen zum Erhalt des Feldhamsters getroffen. Zusätzliche Grünflächen aus Luzerne geben den Hamstern Schutz und Futter, Getreidestreifen werden bei der Ernte bewusst stehen gelassen, um den Hamstern ebenfalls Schutz und Futter zu bieten. Diese Lebensräume müssen in Zukunft erhalten bleiben, denn Feldhamster sind ein wichtiger Teil in unserem Ökosystem!

Hilfe für bedrohte Tiere

Um herauszufinden, warum sich der Tierbestand reduziert und bestimmte Tierarten auszusterben drohen, lassen sich Forscher verschiedenen Maßnahmen einfallen, wie die Uhu-Webcam oder Abhör-Stationen. Um zu verstehen, warum es immer weniger Uhus gibt und die Tierart vom Aussterben bedroht ist, haben Forscher Kameras an Uhu-Nester angebracht. Dabei fanden sie heraus, dass Uhus in Panik geraten, wenn zum Beispiel Hubschrauber über ihre Nester fliegen. Vor lauter Angst kommen die Muttertiere nicht mehr zum Nest zurück, sodass ihre Jungen verhungern. Mit der Abhör-Station nehmen Forscher Tierlaute auf um zu erkennen, welche Tiere sich in dem Umfeld befinden.

Wusstest du schon?

Ein Stapel 50,- Euro-Banknoten | Rechte: Pedro Salaverrìa/ Colourbox.com

Experten schätzen, dass es mit 60 Milliarden Euro im Jahr gelingen könnte, die bedrohten Arten zu schützen. Das klingt nach viel Geld! Allerdings geben wir Menschen durchschnittlich jedes Jahr genauso viel Geld für Erfrischungsgetränke wie Cola, Limo oder Wasser aus! So gesehen sind 60 Millionen Euro gar nicht so viel Geld für ein solches Vorhaben.

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