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FÜR ERWACHSENE

Eine Zukunft ohne Tierversuche?

Folge vom 16.08.2020 Untertitel: Für diese Sendung gibt es einen Untertitel. Mehr Infos

Was sind Tierversuche?


Das Tierschutzgesetz definiert Tierversuche so: Es sind Eingriffe und Behandlungen an Tieren, die zu Schmerzen, Leiden oder Schäden führen können. Tierversuche unterliegen strengen Regeln.

Für welche Zwecke finden Tierversuche statt?

Um Krankheiten oder Lebewesen zu untersuchen. Zum Beispiel: Wie funktioniert unser Gehirn? Die Forscherinnen und Forscher erhoffen sich dadurch zum Beispiel neue Medikamente, um Menschen heilen zu können.

Medikamente könnten gefährlich sein. Deshalb müssen sie auf ihre Sicherheit für den Menschen getestet werden. Das gilt auch für Pflanzenschutzmittel und Chemikalien. Diese Stoffe dürfen die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht schädigen und müssen getestet werden. Allerdings dürfen sie nur an Tieren getestet werden, wenn es keine tierversuchsfreien Alternativen gibt.

An Universitäten werden Versuche an Tieren durchgeführt, um zu erklären, wie der Körper aufgebaut ist. Künftige Tierärzte, Zahnärztinnen und Mediziner üben an Tieren zum Beispiel wie operiert wird.

Welche Tiere werden in Deutschland für Tierversuche eingesetzt?

Die am häufigsten verwendeten Tiere sind im Jahr 2018 Nagetiere und Fische. Aber auch große Versuchstiere sind wichtig für die Wissenschaft: Schafe, Schweine, Rinder, Affen, Katzen, Ziegen oder sogar Alpakas.
Nager oder Fische unterscheiden sich in ihrem Körperaufbau und ihrem Stoffwechsel zum Teil sehr von uns Menschen. Daher greifen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf große Tiere zurück.

Maus | Rechte: colourbox.com

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland über 1,8 Millionen Nager für Tierversuche verwendet, davon vor allem Mäuse ...

Ratte | Rechte: colourbox.com

... ,aber auch jede Menge Ratten ...

Rechte: colourbox.com

... und Kaninchen.

Fisch | Rechte: Getty

Auch andere Tierarten werden für Experimente genutzt. Zum Beispiel im Jahr 2018 knapp 200 000 Fische.

Hunde und Katzen | Rechte: colourbox.com

Auch mehrere hundert Katzen und fast 4000 Hunde wurden für Versuche eingesetzt.

Affe | Rechte: colourbox.com

Außerdem fast 125 Tausend Affen. - Alle Zahlen: Tierschutzbund 2018

Tierversuchsfrei einkaufen - geht das?

Ganz sicher tierversuchsfrei einkaufen ist bei Lebensmitteln oder Farben recht schwierig, weil oft Stoffe benutzt werden, die vor Jahren mal an Tieren getestet worden sind. Es lohnt sich immer ein Blick auf die Verpackung eines Produktes. An diesen Siegeln, erkennst du, dass die Produkte ohne Tierversuche hergestellt wurden:

Leaping Bunny | Rechte: https://www.leapingbunny.org/

Siehst du auf der Verpackung einen springenden Hasen, dann kannst du sicher sein, dass das Produkt ohne Tierversuche hergestellt wurde. Das Siegel „Leaping Bunny“ wird von acht Tierschutzorganisationen aus verschiedenen Ländern vergeben.

IHTN-Siegel | Rechte: ihtn.de

Das IHTN-Siegel gilt in Sachen Tierschutz als eines der strengsten Siegel. Es zeigt einen Hasen mit schützender Menschenhand darüber.

Vegan Siegel | Rechte: Vegan Society England

Die Vegan-Blume der Vegan Society aus England wird zur Auszeichnung von rein pflanzlichen Produkten verwendet. Artikel, die dieses Siegel tragen, dürfen zudem nicht an Tieren getestet werden.

BDIH-Siegel | Rechte: https://www.bdih.de/

Wenn ein Kosmetikprodukt wie Shampoo ein BDIH Siegel trägt, ist das bereits ein guter Hinweis für tierversuchsfreie Kosmetik. Denn das Siegel wird nur an Naturkosmetikhersteller vergeben, deren Produkte weder bei der Herstellung, Entwicklung sowie deren Prüfung an Tieren getestet werden.

Wusstest du schon?

Wusstest du, dass die hippen Chiasamen zuerst an Hühnern getestet werden mussten, ehe sie in Deutschland verkauft werden durften?

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